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Rotbuche

Eine der wichtigsten Baumarten in der Rhön und ihrer Umgebung ist die Buche. Schon früh bezeichnete man dieses Gebiet als „Buchonia“. Würde der Mensch keine Land- und Forstwirtschaft betreiben, wäre beinahe ganz Deutschland von Buchenwäldern bedeckt.

Die Früchte der Buche sind die Bucheckern, die in kleinen Fruchtbechern heranwachsen. Sie sind ölhaltig und sehr nahrhaft und spielen daher eine wichtige Rolle als Futter für Wildtiere. Früher trieben die Bauern ihre Schweine zur Mast in den Wald, damit sie dort die Eckern fressen und fett werden konnten. In Notzeiten aßen sogar die Menschen selbst die Bucheckern. Auch die jungen, frisch ausgetriebenen Blätter sind essbar.

Unter der glatten, grauen Rinde verbirgt sich hartes, schweres Holz, das gerne als Brennholz genutzt wird. Außerdem kann man Buchenholz gut für Möbel verwenden. Das normalerweise durchgängig helle Holz ist manchmal in der Mitte rötlich-braun verfärbt. Ein solcher Rot- oder Spritzkern kann bei der Verwendung als Möbelholz optisch sehr reizvoll sein!

Merkmale

Höhe

bis über 40 Meter

Alter

bis über 250 Jahre

Blätter

oval, glattrandig, anfangs bewimpert

Knospen

braun, spitz, länglich

Verzweigung

wechselständig (Blätter/Knospen einzeln und versetzt)

Rinde

glatt, silbrig-grau

Lichtbedarf

gering

Bergahorn

Die Blattform des Bergahorns erinnert an eine Hand mit Schwimmhäuten zwischen den fünf Fingern. Im Herbst färbt sich sein Laub leuchtend gelb und trägt so zu einem „goldenen Oktober“ bei. Danach zersetzt es sich rasch und bessert so den Boden auf, weshalb man den Ahorn zu den Edellaubhölzern zählt.

Im Spätsommer spielen Kinder gerne mit den Samen des Ahorns. Beim Fallen kreisen sie wie kleine Propeller langsam zu Boden und wenn man mit den Fingernägeln vorsichtig die Frucht am dicken Ende längs auftrennt, kann man sich den Samen wie ein Horn auf die Nase kleben.

Das harte Ahornholz eignet sich mit seiner weißen bis honiggelben Farbe hervorragend für Möbel. Vor allem Wirtshaustische werden gerne aus Ahornholz gefertigt, aber auch Drechsler, Instrumentenbauer und Bildhauer greifen gerne auf dieses Holz zurück. Besonders wertvoll ist „geriegeltes“ Ahornholz. Durch einen welligen Faserverlauf ergibt sich ein schönes Streifenmuster, das sehr reizvoll ist und wie ein Spiel aus Licht und Schatten wirkt. Für die Verwendung im Außenbereich eignet sich das Holz des Ahorns allerdings nicht, da es sich dort rasch zersetzt.

Merkmale

Höhe

bis 35 Meter

Alter

500 Jahre

Blätter

handförmig gelappt, grob gezahnter Blattrand

Knospen

rund bis eiförmig, abstehend, grün bis rot

Verzweigung

gegenständig (Blätter/Knospen stehen gegenüber)

Rinde

glatt graubraun, im Alter rotbraun mit sich ablösenden Schuppen

Lichtbedarf

hoch

Birke

Durch ihre weiße Rinde mit den dunklen ­Flecken ist die Birke ein unverkennbarer Baum. Als Pionierbaumart wächst sie in ihrer Jugend sehr schnell, so dass sich auf ungenutzten Feldern und Gartenflächen nicht selten rasch ein neues Wäldchen entwickeln kann. Um solche Flächen erreichen zu können, sind ihre Samen sehr klein. Die geflügelten Nüsschen können daher weit vom Wind fortgetragen werden.
Das helle Holz der Birke ist entgegen der landläufigen Meinung relativ hart und schwer. Häufig verändert sich im Holz kleinflächig der Faserverlauf. Immer wieder finden sich kleine spiegelnde Flächen, die dem Holz einen seidenen Glanz verleihen können. Daher erscheint das Holz abwechslungsreich, weswegen es sich gut für Möbel und andere Verwendungen im Innenbereich eignet. Außerdem ist Birkenholz ein beliebtes Kaminholz, das der Buche im Heizwert nicht viel nachsteht und durch die ätherischen Öle in der Rinde mit bläulicher Flamme verbrennt.
In vielen Ländern hat die Birke zudem eine besondere kulturelle Bedeutung. In Deutschland verwendet man sie z.B. als Maibaum oder als Schmuck an Fronleichnam.

Merkmale

Höhe

bis 30 Meter

Alter

selten bis 150 Jahre

Blätter

dreieckig, gezahnter Rand, oft raue, ledrige Oberfläche

Knospen

spitz eiförmig, braun

Verzweigung

wechselständig

Rinde

weiß mit schwarzbraunen Flächen

Lichtbedarf

hoch

Eiche

Eine der bekanntesten Baumarten ist die Eiche mit ihren charakteristischen Blättern und ihren Eicheln. Wie die Bucheckern der Buche sind auch die Eicheln sehr nahrhaft und bei vielen Tieren als Nahrung beliebt. Früher hatte sie daher ebenfalls eine große Bedeutung für die Schweinemast. Häufig findet man heute noch in der Landschaft große und sehr alte Solitär­eichen, die als Hutebaum auf der Weide stehen. Aber auch für die kleinen Tiere ist diese Baumart sehr interessant. An ihr finden sich mit Abstand die meisten Insektenarten, darunter auch der imposante Hirschkäfer und der Eichenheldbock.

Eigentlich mag die Eiche es eher warm und trocken, weswegen sie in den Wäldern der Rhön meist nur als Mischbaumart anzutreffen ist.

Das schwere und harte Holz war früher wichtig für den Bau von Fachwerkhäusern. Auch heute noch ist das Holz der Eiche sehr gefragt. Einerseits ist das braune Kernholz sehr witterungsbeständig und eignet sich daher hervorragend für die Verwendung im Garten oder am Wasser. Andererseits ist das Holz der Eiche auch sehr schön und strukturrreich, weswegen es gerne für Möbel genutzt oder in sehr dünne Scheiben als Furnier geschnitten wird. Und auch Wein- und Schnapsliebhaber schwören auf eine Reifung im Eichenfass. Hochwertige Eichenstämme werden daher als Wertholz auf Submissionen versteigert. Die besten Stämme erzielen dabei regelmäßig deutlich über 1.ooo € pro Kubikmeter!

Merkmale

Höhe

bis über 40 Meter

Alter

über 600 Jahre, stellenweise über 1.000 Jahre!

Blätter

ledrig, gelappter Blattrand

Knospen

eiförmig, braun

Verzweigung

wechselständig

Rinde

grob, kluftig

Lichtbedarf

sehr hoch

Schwarzerle

Ein häufiger Baum entlang unserer Gewässer ist die Schwarzerle. Sie kann sogar vollkommen im Wasser stehen, da sie als einziger heimischer Baum in der Lage ist, aktiv Luft in die Wurzeln zu transportieren. Deswegen bereiten ihr auch dauerhafte Überschwemmungen keine Pro­bleme. Auch ihre winzigen Samen sind auf ein Leben entlang von Gewässern angepasst: Sie sind mit etwas Luft gefüllt und können daher weit auf dem Wasser treiben. So gelangen sie leicht an eine geeignete Stelle, an der ein neuer Baum wachsen kann. Die Blätter haben zudem eine wichtige Bedeutung für die Lebewesen im Wasser. Sie sind die ideale Nahrung für ­Mikroorganismen und Kleintiere und somit Grundstein für die komplette Nahrungskette.

Als einziger Laubbaum hat die Erle Fruchtstände, die wie kleine, runde Zapfen aussehen. Im Winter sind sie für Erlenzeisige eine wichtige Nahrungsquelle.

Die Roterle bekam ihren Namen, weil sich ihr frisch geschnittenes Holz zunächst tief orange verfärbt. Diese kräftige Färbung lässt beim Trocknen wieder etwas nach. Dennoch lassen sich daraus schöne Möbel mit einem warmen Farbton herstellen. Das weiche Holz wird außerdem gerne für Schnitzarbeiten verwendet.

Merkmale

Höhe

bis 30 Meter

Alter

120 Jahre

Blätter

eiförmig, ohne Spitze, gezahnter Rand

Knospen

keulenförmig, gestielt, violett bis gräulich-schwarz

Verzweigung

wechselständig

Rinde

dunkelgrau bis schwarzbraun, rissig bis schuppig

Lichtbedarf

hoch

Esche

Das Blatt der Esche ist gefiedert und sieht aus, als bestehe es aus mehreren kleineren Blättern, die symmetrisch an einem kleinen Zweig wachsen. Tatsächlich ist es aber nur ein Blatt. Die Esche ist der einzige heimische Laubbaum, bei dem sich die Blätter im Herbst vor dem Abwurf nicht verfärben. Auch im Winter kann man sie ohne Blätter gut erkennen, da sie an den Trieb­enden sehr dicke, schwarze Knospen besitzt, die man auch vom Boden aus sehen kann. Das Laub zersetzt sich schnell und verbessert den Boden, weshalb man die Esche zu den Edellaubhölzern zählt.

Eschenholz ist hart und elastisch, weshalb es gerne für Axt- und Schaufelstiele verwendet wird. Aber auch als Möbelholz oder für Bodenbeläge und Treppen ist es gut geeignet. Üblicherweise bildet sich im Alter ein bräunlicher Kern, der manchmal wie Olivenholz aus­sehen kann.

Seit ein paar Jahren hat die Esche europaweit mit einer neuartigen Pilzerkrankung, dem Eschentriebsterben, zu kämpfen. Dabei werden zunächst die jungen Triebe befallen, die plötzlich im Sommer verwelken. Mit der Zeit stirbt dann nach und nach die komplette Krone ab.

Merkmale

Alter

300 Jahre

Höhe

bis 30 Meter

Blätter

gefiedert, Blattrand fein gezahnt

Knospen

kugel- oder eiförmig, schwarz

Verzweigung

gegenständig

Rinde

sehr vielseitig, von glatt bis grob längsrissig, von silbrig-grau bis gelb-braun

Lichtbedarf

(sehr) hoch

Vogelkirsche

Die Vogelkirsche sieht in ihrer gesamten Erscheinung der Sauer- und Süßkirsche sehr ähnlich und auch die kleinen dunkelroten Früchte sind essbar. Tatsächlich ist die Wildkirsche, wie sie auch oft genannt wird, die Urform der Süß­kirsche. In der Blütezeit im Frühjahr färben sich ihretwegen viele Waldränder und Hecken weiß und auch in den hiesigen Wäldern selbst ist sie oft als Mischbaumart zu finden. Im Herbst färbt sich ihr Laub dagegen feuerrot und setzt so schöne farbliche Akzente.

Für die Tierwelt ist die Vogelkirsche besonders interessant. Sie bietet mit ihren Früchten und dem zuckerreichen Blütennektar viel Nahrung. Zudem leben viele unterschiedliche Käferarten am und im Stamm.

Farblich variiert das Holz der Vogelkirsche von gelb mit einem leichten Rotstich bis tief rotbraun. Es eignet sich aufgrund seiner kräftigen Farbe für charakteristische Möbel oder kann als Furnierware für den Innenausbau genutzt werden. Da Kirschbäume meist nicht sehr alt werden und im Alter häufig von Fäuleerregern befallen werden, sind dicke Stämme in guter Qualität entsprechend selten und wertvoll.

Merkmale

Höhe

bis 30 Meter

Alter

selten über 120 Jahre

Blätter

länglich oval, grob gezähnter Blattrand

Knospen

eiförmig, rötlich-braun, oft gehäuft

Verzweigung

wechselständig

Rinde

hellgrau bis graubraun, Querstreifen (Lentizellen), faserig abschälend

Lichtbedarf

hoch

Fichte

Der häufigste Nadelbaum in Deutschland ist die Rotfichte. Natürlicherweise kommt diese Baumart bei uns nur im Gebirge und an Moorrändern großflächig vor. Dass man sie heute so oft in der Landschaft findet, liegt unter anderem an der guten Verwendbarkeit des Holzes. Da sie meist sehr gerade wächst und ihr Holz sehr leicht ist, lässt es sich gut als Bauholz verwenden. Auch für Möbel ist es gut geeignet. Fichtenholz wird aber auch häufig zerfasert, um daraus Pressspanplatten, Papier und ähnliches herzustellen.

Gelegentlich finden sich auch Fichten mit eng gewachsenen Jahrringen, aus denen man sogenanntes Klangholz schneiden kann. Daraus lassen sich hochwertige Musikinstrumente mit hervorragenden Klangeigenschaften herstellen.

Durch ihr flaches Wurzelsystem ist die Fichte in Reinbeständen stark sturmwurfgefährdet. Zudem leidet sie in heißen Sommern oft unter Trockenstress und wird dann meist großflächig von Borkenkäfern befallen. Bei starkem Käferbefall können die Bäume dann rasch absterben. Vor dem Hintergrund des Klimawandels wird daher der Fichtenanteil in unseren Wäldern vermutlich deutlich zurückgehen.

Merkmale

Höhe

bis über 40 Meter

Alter

300 Jahre

Nadeln

auf Nadelkissen sitzend, ca. 2 cm lang

Verzweigung

wechselständig

Rinde

anfangs rotbraun, im Alter graugeschuppt

Lichtbedarf

Halbschatten oder heller

Kiefer

Eine weitere Baumart, die man häufig in den Rhöner Wäldern findet, ist die Kiefer. Sie gehört zu den Baumarten, die auch noch gut auf ­sandigen Standorten mit wenig Wasser und Nährstoffen wächst.

Typisch für die Waldkiefer ist, dass bei ihr immer genau zwei Nadeln zusammen aus dem Trieb herauswachsen. Auch ihre Zapfen sind nicht mit denen anderer heimischer Nadelbäume zu verwechseln. Sie sind rundlich und haben harte, dicke Schuppen. Das Rindenbild ist bei der Kiefer ebenfalls besonders: Im unteren Stammbereich bildet sich eine grobe Borke aus. Weiter oben in der Krone wird die Rinde dünn wie Papier. Die sogenannte „Spiegelrinde“ ist dann rötlich-orange. Vom Boden aus betrachtet sieht es manchmal so aus, als hätte etwas die komplette Rinde zerkratzt.

In seiner Verwendung ähnelt das Kiefernholz dem der Fichte. Optisch unterscheidet sich die Kiefer jedoch vor allem dadurch, dass sie einen rötlich-orangen Kern ausbildet. Kiefernholz ist zudem harzreicher und enthält mehr Öle, sodass es einen stärkeren typischen „Holzgeruch“ aufweist. Es ist außerdem etwas witterungsbeständiger. Deswegen und wegen der guten Dämmleistung eignet es sich darüber hinaus gut für Fenster- und Türrahmen.

Merkmale

Höhe

bis über 35 Meter

Alter

über 500 Jahre

Nadeln

paarweise, bis 10 cm lang

Verzweigung

wechselständig

Rinde

unten grobborkig rotbraun, weiter oben orange-rötliche Spiegelrinde

Lichtbedarf

(sehr) hoch

Lärche

Als einziger Nadelbaum wirft die Lärche jedes Jahr ihre Nadeln über den Winter ab, nachdem sie sich im Herbst goldgelb ver­färben. Lärchennadeln sind relativ weich und stehen in kleinen Büscheln zusammen. Deswegen kann man sie eigentlich nicht verwechseln. An den kahlen Trieben zeigen sich dort dann kleine Knubbel, die auch vom Boden aus gut zu ­erkennen sind.

Im Gegensatz zu anderen Baumarten verliert die Lärche ihre eiförmigen
Zapfen
nicht einzeln. Sie fallen meist zusammen mit mehreren Zapfen
als ­kompletter Zweig ab.

Das Holz der Lärche hat einen großen, rötlichen Kern. Es ist sehr witterungsbeständig und eignet sich daher optimal für die Verwendung im Garten und in der Natur, z.B. für Gartenmöbel, Schindeln oder Terrassenböden. Es ist zudem sehr dekorativ und kann vielseitig für Möbel oder den Innenausbau verwendet werden. Wie bei der Eiche auch wird daher oft hochwertiges Lärchenholz auf Submissionen versteigert und man bezeichnet sie hin und wider als „Eiche des Nadelholzes“.

Merkmale

Höhe

bis über 45 Meter

Alter

bis 500 Jahre

Nadeln

weich, relativ hell, in Büscheln, ca. 2 cm lang

Verzweigung

wechselständig

Rinde

rötlich bis graubraun, längsgefurcht

Lichtbedarf

hoch

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